Faszinierende Faszien

 

Faszienfäden durchziehen als bindegewebige Hülle unseren gesamten Körper und stützen und umhüllen alle Muskeln und inneren Organe. Gut vorstellen kann man sich das Fasziengewebe wie ein dreidimensionales Spinnennetz.

Die Faszie ist in einem ständigen Wandel. Das Fasziengewebe ist extrem dehnfähig und flexibel. Das ganze System ist - abhängig von unseren Bewegungen - immer dabei sich neu zu organisieren und zu formen. Einzelne Faszienfäden teilen sich oder bilden neue Verbindungen. 

Wird ein Bewegungsreiz vom Gehirn an die Muskulatur gesandt, zum Beispiel bei der Rumpfbeuge, verkürzen sich die Rumpfmuskeln der Vorderseite und die Rückenmuskulatur muss nachgeben. Die Faszien durchziehen den Muskel und bilden am Ende den Sehnenansatz am Knochen. Sie müssen also jede Bewegung mitgehen. In unserem Alltag bewegen wir uns häufig wenig oder nur einseitig. Um beim Beispiel der Rumpfbeuge zu bleiben, befindet sich die Vorderseite nun in einem verkürzten Zustand und die Rückseite in einem verlängerten Zustand. 

Auch die Lymphgefäße durchziehen die Faszien. Aufgrund einer Verkürzung in der Muskulatur durch einseitige Bewegung kommt es zu einem Lymphstau und der körpereigene „Klebstoff“ Fibrin wird an dieser Stelle ausgeschüttet und verklebt das Fasziengewebe.

Durch den spinnennetzartigen Aufbau verhärten sich auch benachbarte Muskeln. Als Folge der Verklebung sendet der Körper Schmerzsignale aus dem entsprechenden Bereich.

Mit Hilfe der Rollmassage können diese Verklebungen wieder gelöst und die Muskeln entspannt werden. Die Durchblutung wird angeregt und der Stoffwechsel wird verbessert, sodass Nährstoffe leichter zu den Zellen hin und Abfallstoffe besser aus der Zelle raus transportiert werden können. Auch für Sportler ist eine Faszienrollmassage zur Regeneration der Muskulatur sowie zur Vorbeugung von Verletzungen sehr gut geeignet. Denn je elastischer und zugfester Faszien sind, desto mehr sinkt das Verletzungsrisiko

 

Und wie hängt das Ganze jetzt mit unseren Barfußschuhen zusammen? 

Verschiedene Faktoren herkömmlicher Schuhe führen zu Verkürzungen und Verklebungen der Faszien des Fußes mit daraus resultierenden Folgen für den gesamten Körper:

 

  1. eine eingeengte Position der Zehen und häufig zu kleines Schuhwerk 
  2. feste Sohlen verhindern, dass Reize des Untergrundes rechtzeitig wahrgenommen werden können und der Körper ausgleichend reagieren kann 
  3. Absätze im Fersenbereich bringen unseren Körper aus dem Lot 
  4. Orthopädische Einlagen sind eine passive Stütze des knöchernen Fußes. Die Muskulatur baut weiter ab, da sie nicht aktiv gefordert wird

 

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 Links: Herkömmliche Schuhe haben keine flache Sohle, sondern eine sog. Fersensprengung - die Sohle unter der Ferse ist dicker, als die unter dem Vorfuß. Dadurch steht der Fuß schief, wie auf einer Rampe und die restliche Körperhaltung wird dadurch negativ beeinflusst. Mit Barfußschuhen kann sich deine gesamte Körperhaltung wieder ins Lot ausrichten. 

Rechts: Herkömmliche Schuhe sind im Zehenbereich häufig zu schmal, die Zehen werden zusammengedrückt und können ihre natürliche Funktion nicht erfüllen. Die breite Zehenbox der Barfußschuhe ermöglicht das Aufspreizen der Zehen und gibt ihnen genug Platz für freie Bewegung. 

 

Der Barfußschuh gibt deinen Füßen nun den nötigen Raum und ermöglicht über die dünne und weiche Sohle eine gute Propriozeption, also Wahrnehmung und ein Gefühl für den Untergrund. Du spürst, wie du deine Zehen nutzen kannst, vor allem die Großzehe zum kraftvollen Abrollen. Dein Körper ist durch die Nullsprengung wieder im Lot. Wendest Du nun noch die Faszienrollmassage an, lösen sich die Verklebungen, die durch jahrelanges eingeschränktes Gehen und Stehen entstanden sind und du unterstützt deinen Körper zusätzlich beim Wiederfinden des natürlichen Ganges

Welche Rolle sich für welche Körperregion am besten eignet und wie genau du die Rollmassage ausführt, dass zeigt Nadja euch auf unseren Social Media Kanälen mit verschiedenen Übungen. 

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